Häufig gestellte Fragen

 

Die Vereinten Nationen und auch die Bundesregierung wollen den Zugang zu sauberem Trinkwasser zu einem Menschenrecht erklären. Wird die Ressource Wasser durch die Privatisierung nicht zu einer Handelsware, über die nur einige wenige bestimmen?

Der Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitärer Grundversorgung ist für jeden Menschen ein elementares Grundbedürfnis. Deshalb unterstützt Veolia Wasser die Anerkennung des Menschenrechts auf Wasser.

Wasser ist ein öffentliches Gut. Es gehört allen, ist damit kein beliebiges Wirtschaftsgut und kann auch nicht privatisiert werden. Veolia hat kein Interesse daran, sich Wasserressourcen oder -rechte anzueignen. Wir sehen Wasserversorgung und Abwasserentsorgung als zentrale Aufgaben der Daseinsvorsorge, die die Kontrolle und Einbindung der öffentlichen Hand erfordern.

Veolia Wasser bietet Dienstleistungen wie die Aufbereitung und Bereitstellung von Trinkwasser und die umweltgerechte Reinigung des Abwassers an - als Kooperationspartner der Kommunen. Mit einer Privatisierung der Ressource Wasser hat das nichts zu tun.

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Führt das Engagement privater Unternehmen in der Wasserversorugung nicht dazu, dass nur die die Profitmaximierung im Vordergrund steht?

Bei jeder lokalen und regionalen Partnerschaft, die wir eingehen, wollen wir messbaren Mehrwert für die Bürger, die Städte und Gemeinden schaffen. Dies ist eine der zentralen Leitlinien von Veolia Wasser. Die Zusammenarbeit ist aus unserer Sicht nur dann sinnvoll, wenn damit substanzielle Effekte erzielt werden können - etwa qualitativ bessere oder kosteneffizientere Leistungen für die Bürger. Reine Fremdfinanzierungsmodelle, in denen sich ein Investor in kommunale Einrichtungen einfach nur einkauft, lehnen wir ab. Aus unserer Sicht sind auch vertraglich geregelte Anreizmechanismen sinnvoll, die den privaten Partner für gute Leistung belohnen und für schlechte Leistung bestrafen.

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Wie transparent sind diese Privatisierungsmodelle?

Ob, wie und in welchen Umfang öffentliche Dienstleistungen gemeinsam mit privaten Partnern erbracht werden sollen, entscheiden allein die Städte und Kommunen. Werden Aufgaben zeitlich befristet auf private Partner übertragen, muss dieses im transparenten Ausschreibungswettbewerb um den besten Anbieter erfolgen. Die Kommune legt dabei auch die Ziele und Rahmenbedingungen der Partnerschaft fest und kontrolliert die Durchführung der vereinbarten Leistungen. Der private Partner muss der Kommune transparent nachweisen, dass er die vorgesehenen Effizienzeffekte auch wirklich erzielt.

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Der Begriff Effizienz ist heute in aller Munde. Doch welche Erfolge kann Veolia Wasser als privater Partner tatsächlich vorweisen?

Beispiel Gera und Umgebung: Dort versorgt unser Beteiligungsunternehmen OTWA über 150.000 Einwohner. Unter anderem durch die Optimierung der Betriebsabläufe und die Nutzung günstiger Beschaffungskonditionen wurden erhebliche Kosteneinsparungen erreicht und an die Bürger weitergegeben: Der Trinkwasserpreis sank von 2,32 € auf 2,01 €, die Abwassergebühr von 1,75 € auf 1,34 €.

Ein weiteres Beispiel ist das südliche Sachsen-Anhalt: Hier werden durch unseren strategischen Partner MIDEWA 360.000 Einwohner in 217 Kommunen mit Trinkwasser versorgt und die Abwässer von rund 120.000 Einwohnern entsorgt. Für die Bürger rechnet sich die Kooperation: Seit 2001 ging der Trinkwassermengenpreis in drei Schritten um insgesamt 14 Prozent zurück.

Beispiel Berlin: Bei der Teilprivatisierung der Wasserversorgung im Jahr 1999 wurden konkrete Ziele zur Entwicklung des Unternehmens, zum Umweltschutz, zur Sicherung der Arbeitsplätze und zum sozialen und kulturellen Engagement vereinbart. Diese sind alle erreicht worden, wie eine aktuelle Studie des unabhängigen Wissenschaftlichen Instituts für Infrastruktur und Kommunikationsdienste ermittelt hat.

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Aber gerade aus Berlin ist doch immer wieder zu hören, dass durch die Teilprivatisierung dort die Wasserpreise am höchsten sind?

Der Preis für Trinkwasser liegt in Berlin unter dem Bundesdurchschnitt und im Mittelfeld der hundert größten Städte. Die Abwassergebühren liegen über dem Bundesdurchschnitt, was insbesondere mit den seit der Wiedervereinigung hohen Investitionen in das Kanalnetz und die Abwasserreinigung zusammenhängt. Der Preisanstieg hat sich seit dem Einstieg von Veolia Wasser und einem weiteren privaten Partner vor zehn Jahren erheblich verlangsamt. Nähere Informationen finden Sie unter www.wasserpartner-berlin.de.

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Wie gut ist das Trinkwasser, das private Partner zur Verfügung stellen?

Trinkwasser ist in Deutschland das am besten kontrollierte Lebensmittel überhaupt. Dieses Niveau an Sicherheit und Geschmack gilt vollkommen unabhängig davon, ob es mit oder ohne die Beteiligung privater Unternehmen aufbereitet und zur Verfügung gestellt wird. Beispiel Berlin: Die Berliner Wasserbetriebe halten eigene Qualitätsstandards ein, die noch weit über den gesetzlich geforderten Richtwerten liegen. In einem deutschlandweiten Test belegte das von den Wasserbetrieben gelieferte Trinkwasser 2003 sogar den ersten Platz unter den Großstädten. Selbst Spitzenköche und Feinschmecker sind bei Wassertests häufig überrascht, dass das Berliner Trinkwasser in seiner Güte von kommerziellen Mineral- und Tafelwässern kaum zu unterscheiden ist. Mehr Informationen zur Trinkwasserqualität finden Sie unter www.forum-trinkwasser.de.

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Laut UNESCO haben 13 % der Weltbevölkerung keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, sogar rund die Hälfte der Menschheit lebt ohne Abwasserentsorgung. Was tut Veolia Wasser, um diese Situation zu verändern?

Veolia Wasser unterstützt das UN-Milleniumssziel, den Anteil der Menschen ohne Zugang zu sicherem Trinkwasser und zur Abwasserentsorgung bis 2015 zur halbieren - und ist hierzu in ständigem Dialog mit lokalen, nationalen und internationalen Akteuren.

Wenn es darum geht, vor Ort Verbesserungen zu erreichen, zeigt sich immer wieder, dass dafür politischer Wille, finanzielle Ressourcen und gutes lokales Management gebraucht werden. Wichtig für die nachhaltige Wasserversorgung der Zukunft ist auch der effektive Schutz der knappen trinkbaren Süßwasservorräte, für den Veolia mit großem Forschungseinsatz innovative Lösungen entwickelt und weltweit zum Einsatz bringt.

Allein in Afrika und Indien versorgt Veolia heute fast 6,5 Millionen Menschen mit Trinkwasser. Wo Veolia damit betraut wird, sorgen wir dafür, dass der Zugang zu sicherem Trinkwasser und zur Abwasserentsorgung für so viele Menschen wie möglich Realität wird.

Darüber hinaus beteiligen wir uns an Entwicklungsprojekten, zum Beispiel einem gemeinsamen Projekt mit der Grameen Bank des Friedensnobelpreisträgers Mohammed Yunus, das 100.000 Menschen aus den ärmsten Teilen der Bevölkerung von Bangladesch Zugang zu sicherem Trinkwasser verschafft.

In Katastrophenfällen - wie nach dem schweren Erdbeben in Haiti - helfen wir schnell und unbürokratisch mit der Veoliaforce. Das ist eine schnelle Eingreiftruppe von Freiwilligen aus den Veolia-Unternehmen, die vor Ort Systeme zur Trinkwasserversorgung installieren oder instand setzen. Die Veoliaforce wird ausschließlich gemeinsam mit lokalen öffentlichen Verwaltungen und humanitären Organisationen tätig.

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