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Kraft-Wärme-Kopplung

Heizkraftwerke, die nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) arbeiten, sind ein Rückgrat der dezentralen Energiegewinnung. Gerade auch im kleineren Maßstab, in Form von Blockheizkraftwerken (BHKW), kann diese Technik den Kommunen zu einer größeren Unabhängigkeit auf dem Energiemarkt bei der Sicherung der regionalen Strom- und Wärmeversorgung verhelfen.

Lizenz zur umweltschonenden Stromerzeugung

 

Wegen ihrer besonders guten Klimabilanz will die Bundesregierung den Anteil der KWK an der Stromerzeugung auf 25 Prozent verdoppeln und stellt für die Förderung der Wärmenetze bis zu 150 Millionen Euro jährlich zur Verfügung.

 

Strom und Wärme

 

Die Energieerzeugung von morgen basiert im Prinzip auf Technik von gestern: Ein Blockheizkraftwerk (BHKW) funktioniert meist wie ein gewöhnlicher Verbrennungsmotor. Der Wirkungsgrad aber, die Ausnutzung der im Brennstoff enthaltenen Energie, stellt sämtliche traditionellen Kraftwerke in den Schatten. Durch die Kraft-Wärme Kopplung erzeugen BHKW nicht nur Strom, sondern auch Wärme, die in ein Nah- oder Fernwärmenetz eingespeist wird und so nicht ungenutzt verpufft. Durch diese Kombination wird ein Gesamtwirkungsgrad von rund 90 Prozent erreicht - das ist etwa doppelt so gut wie ein modernes Großkraftwerk auf Steinkohlebasis.

 

Mustergültig: KWK mit Biogas

 

Die unter Umweltgesichtspunkten vielleicht beste Technologie überhaupt: Die Verbindung des hohen Wirkungsgrades der Kraft-Wärme-Kopplung mit dem Einsatz eines nachwachsenden, CO2-neutralen Energieträgers.

 

Wie das geht, zeigen wir in Braunschweig. Innerhalb von zwei Jahren hat dort BS|ENERGY im Biogas-Blockheizkraftwerk Ölper insgesamt 26,5 GWh Biostrom und 20,1 GWh Biowärme erzeugt - und so im Vergleich zu einem mit fossilen Brennstoffen betriebenen Kraftwerk 20 500 Tonnen CO2 eingespart.

 

Der Clou dabei: Die Anlage ist ein Musterbeispiel für eine ökologische Kreislaufwirtschaft, da sie in einen geschlossenen Energie- und Wasserkreislauf eingebunden ist. Dabei werden Energiepflanzen auf Flächen vor der Stadt angebaut, auf denen gereinigtes Abwasser verrieselt wird. Das vor Ort erzeugte Biogas wird durch eine Pipeline zum Kraftwerk gebracht, die Reststoffe zur Düngung der Anbauflächen verwendet.

 

Insgesamt wird in Braunschweig die Fernwärme der Stadt mittlerweile zu mehr als 95 Prozent in Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt. Die in Bau befindliche neue Gas- und Dampfturbinenanlage wird diesen Trend noch verstärken, mit einer erwarteten CO2-Einsparung bei der künftigen Strom- und Wärmeproduktion von 82 500 Tonnen jährlich.

In Braunschweig werden 95 Prozent der Fernwärme mit umweltfreundlicher Kraft-Wärme-Kopplung produziert.

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Braunschweig

 

 

Das Biogas-BHKW von BS|ENERGY in Braunschweig. Musterbeispiel für umweltfreundliche Strom- und Wärmeerzeugung.  

 

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