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Gerhard Richter: Panorama

Anlässlich Gerhard Richters 80. Geburtstag zeigt die Neue Nationalgalerie Berlin eine von den "Freunden der Nationalgalerie" möglich gemachte Retrospektive des bekannten Künstlers. Veolia Wasser unterstützt als Hauptsponsor die Ausstellung "Gerhard Richter: Panorama". Vom 12. Februar bis 13. Mai sind über 150 Werke des international renommierten Künstlers zu sehen. 

Der deutsche Maler, Bildhauer und Fotograf Gerhard Richter zählt zu den populärsten und höchstdotiertesten Künstlern der Gegenwart, die britische Zeitschrift The Guardian bezeichnete ihn gar als den „Picasso des 21. Jahrhunderts". Anfang der sechziger Jahre begann der gebürtige Dresdner, der in den Anfangsjahren der DDR als Wandmaler bekannt wurde, die Welt in großformatigen, Fotos nachempfundenen Gemälden abzubilden. In den achtziger Jahren entstanden zunehmend abstraktere Werke. Oft wurde die Farbe dabei mit einem Spachtel oder Rakel auf die Leinwand aufgetragen, Richter selbst nannte dies einen Prozess „sehr geplanter Spontanität“. Heute ist in der Gesamtheit dieser Werke das Bild einer Epoche zu entdecken. Die Komplexität der über fünf Dekaden umspannenden Richter’schen Bildwelt, in der sich das Banale und das Böse begegnen, umfasst ein unglaubliches Spektrum: Träume und die Sehnsüchte der Zeit, wie die schnellen Autos und das neue Reisen, die persönlichen Erinnerungen, die beklemmende Vergangenheit, die aktuelle Politik und die trivialen, gleichwohl vielsagenden Gebrauchsgegenstände des Alltags wie ein Wäschetrockner oder ein falscher Kronleuchter.

 

 

 

Die Retrospektive "Gerhard Richter: Panorama" läuft vom 12. Februar bis 13. Mai in der Neuen Nationalgalerie Berlin. Das Ausstellungsplakat links zeigt das Ölbild "Betty" aus dem Museum Ludwig in Köln.

 

 

Er belebte altbekannte Genres neu: Landschaften, Seestücke, Porträts, Aktbilder, Stillleben oder auch Historienbilder sind zu finden. Beispiele dafür sind sein RAF-Zyklus oder sein Gemälde zum 11. September. Viele von Richters scheinbar fotogetreuen Gemälden sind verwischt und erscheinen dadurch eigenartig diffus. Richter meint: "Wir sehen doch nur, wie es unser Linsen-Apparat Auge zufällig vermittelt." In der "Panorama"-Ausstellung in der Neuen Nationalgalerie stehen nun großformatige Glasarbeiten, wie er sie auch für den Kölner Dom kreiert hatte, neben Gemälden, Farbexplosionen in Lack treffen auf grau gehaltene Kompositionen und klassische Vanitas-Motive begegnen Bildern von Wäschetrocknern.

 

Die Ausstellung läuft von 12. Februar bis zum 13. Mai. Sie wird durch den Verein „Freunde der Nationalgalerie“ ermöglicht und findet in Zusammenarbeit mit dem Pariser Centre Pompidou und der Londoner Galerie Tate Modern statt. 

 

 

Der 24-jährige Billy McQuail aus Chicago war der 250.000. Gast der vielbesuchten Ausstellung. Er erhielt einen Gutschein für eine Reise nach Paris zur Eröffnung der Richter-Ausstellung im Centre Pompidou.

 

 

Ein Prozess "sehr geplanter Spontanität"

Link

 

Mehr zur Ausstellung:

 

 

www.gerhardrichterinberlin.org

Link

 

Verein Freunde der Nationalgalerie

 

 

www.freunde-der-nationalgalerie.de